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Arbeitsmedizin 6 Min. Lesezeit

Arbeitsbedingter Stress und Burnout: Prävention im Betrieb

Dr. med. Christian Mattivi ·

Stress als Berufsrisiko

Arbeitsbedingter Stress (ital. stress lavoro-correlato) ist nach dem D.Lgs 81/2008 ein explizit anzugehendes Berufsrisiko. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, dieses Risiko zu bewerten und zu dokumentieren — auch wenn sich die konkreten Maßnahmen je nach Branche und Unternehmensgröße unterscheiden.

Langfristig nicht behandelter arbeitsbedingter Stress kann zu Burnout, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlafstörungen und psychischen Erkrankungen führen — mit erheblichen Kosten für Unternehmen durch Fehlzeiten und Produktivitätsverlust.

Risikofaktoren

Typische Stressoren im Arbeitsumfeld:

Organisationale Faktoren

Soziale Faktoren

Physische Faktoren

Die INAIL-Methodik zur Risikobewertung

Das Nationale Institut für Unfallversicherung (INAIL) hat eine standardisierte Methodik zur Bewertung des arbeitsbedingten Stressrisikos entwickelt, die in drei Stufen gegliedert ist:

  1. Objektive Indikatoren: Fehlzeiten, Fluktuation, Unfallquote, Disziplinarmaßnahmen
  2. Subjektive Indikatoren (Kurzversion): Wahrnehmung von Arbeitsinhalt, Arbeitskontext und Beziehungen
  3. Vertiefte Analyse: bei Bedarf mit validierten Fragebögen

Präventionsmaßnahmen

Wirksame Prävention auf Unternehmensebene umfasst:

Wichtig ist, dass Maßnahmen nicht nur punktuell, sondern als systematischer Prozess implementiert werden.

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